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Institutsgeschichte

Die Wurzeln der 1811 als Bergschule gegründeten heutige Technische Universität Clausthal reichen zurück bis auf das Jahr 1775. Im Jahr 1864 zur Bergakademie erhoben zählt sie neben der TU Braunschweig und der Universität Göttingen zu den ältesten Hochschulen Niedersachsens.

Das heutige IMW ist seit 1912 als eigenständiges Institut Teil der TU Clausthal.

Tradition und Innovation

Von der Maschinenkunde und Elektrotechnik zu innovativen Maschinenelementen und rechnerunterstützten Produktentwicklung

Professor Fritz Süchting war seit dem Jahr 1912 Inhaber des Lehrstuhls für Maschinenkunde und Elektrotechnik. „Was Professor Süchting bei seinem Amtsantritt vorfand, war ein leerer Raum im Hauptgebäude und ein kleiner Fonds, der fast verbraucht war. […] In einer großen Holzkiste verpackt, stand als erstes Inventar eine Dampfmaschine". Er setzte sich dafür ein, dass die praktische Ausbildung in großen Laboratorien stattfinden konnte. Durch diese, so Süchting, solle „das in den Vorlesungen Gehörte […] lebendiger Besitz werden". 1929 konnte der repräsentative Neubau des später nach ihm benannten Instituts bezogen werden. Zwischen dem Amtsantritt und diesem gut ausgestatteten Gebäude lagen der Erste Weltkrieg und weitreichende Bemühungen Professor Süchtings.

Der Schwerpunkt des Instituts lag zunächst auf der Funktionsweise von Berg- und Hüttenmaschinen. Ab Mitte der 1930er Jahre wurde die „Elektrizität im Bergbau“ in den Lehrplan aufgenommen.

Professor Bechtold, der das Institut nach Professor Süchtings Ruhestand seit 1938 engagiert weitergeführt hatte, wurde im Oktober 1944 bei einem Fliegerangriff im Ruhrgebiet getötet. Er hatte zahlreiche Kontakte zur Industrie aufgebaut, sodass das Institut an der Lösung von aktuellen Problemen mitarbeitete.
Durch die angespannte Lage im Ruhrgebiet war im Sommer 1944 eine Abteilung des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Eisenforschung von Düsseldorf nach Clausthal evakuiert worden.

Von Professor Bechtolds Tod bis zum Kriegsende hatte Professor Birckenbach die kommissarische Leitung des Instituts innegehabt. Während der amerikanischen Besatzung Clausthals vom 13. April bis Ende Mai 1945 wurde der Hörsaal als Hilfslazarett genutzt.

Ab dem 1. April 1946 wurden die Institutsgeschäfte durch Dr.-Ing. Kienast und Dipl.-Ing. Gloeckner kommissarisch verwaltet. Zum 20. April 1948 wurde Professor Engel auf den Lehrstuhl berufen.

Neben der Maschinenkunde kam auch der Elektrotechnik in der Nachkriegszeit ein immer größerer Stellenwert zu. Diese Profilierung kam schließlich in der Neugründung des Institutes für Elektrotechnik im Jahr 1960 zum Ausdruck, die auch durch den Studiengang Maschinenbau gestärkt wurde.

Professor Dietz, der das Institut (nach kommissarischer Leitung durch Prof. Torke) im Jahr 1980 von Professor Kuske übernommen hatte, setzte einen Schwerpunkt auf der modernen Konstruktionslehre im Maschinenbau.


Quelle: Engel, Ludolf: Das Fritz-Süchting-Institut für Maschinenkunde und Elektrotechnik, in: Festschrift zur 175-Jahrfeier der Bergakademie Clausthal 1775-1950, Clausthal-Zellerfeld 1950, S. 184-194.

Die heutige Forschung und Lehre am IMW baut auf der einmaligen Forschungsinfrastruktur auf und adressiert aktuelle Fragestellungen der Auslegung und Gestaltung von Maschinenelementen sowie Prozessen, Methoden und Werkzeugen der modernen Produktentwicklung.   

Professoren am IMW

Seit der Gründung des Institutes haben folgende Professoren die Forschung und Lehre am IMW geprägt.

1868 bis 1911Prof. Oskar HoppeLehrstuhl für Physik und Mechanik (seit 1880 Professor)
1911 bis 1912Prof. Fritz EmdeLehrstuhl für Maschinenbaukunde und Elektrotechnik
1912 bis 1938Prof. Dipl.-Ing. Fritz SüchtingLehrstuhl für Maschinenkunde und Elektrotechnik
1938 bis 1944Prof. Dr.-Ing. Karl BechtoldLehrstuhl für Maschinenkunde und Elektrotechnik
1948 bis 1967Prof. Dr.-Ing. Ludolf EngelLehrstuhl für Maschinenwesen
1967 bis 1980Prof. Dr.-Ing. Albrecht KuskeLehrstuhl für Maschinenwesen
1980 bis 2007Prof. Dr.-Ing. Peter DietzLehrstuhl für Konstruktion und Konstruktionselemente
1997 bis 2018Prof. Dr.-Ing. Nobert MüllerLehrstuhl für Rechnerintegrierte Produktentwicklung
2007 bis heuteProf. Dr.-Ing. Armin LohrengelLehrstuhl für Maschinenelemente und Konstruktionslehre