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Das IMW auf der HANNOVER MESSE 2015

In diesem Jahr wird das Institut für Maschinenwesen gleich mit zwei Exponaten auf der HANNOVER MESSE vertreten sein. Auf dem Gemeinschaftsstand des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur präsentieren wir die Softwareumgebung testING für das Testen numerischer Berechnungswerkzeuge und unter dem Titel "Blue Bearing Concept" ein effizientes Lagerungskonzept für schrägverzahnte, wälzgelagerte Stirnradgetriebe mit Druckkammtechnik.

testING - Testverfahren für numerische Berechnungswerkzeuge

In Berechnungssoftware integrierte numerische Berechnungsmodelle stellen erhöhte Anforderungen an die Validierung des zugrundeliegenden Modells. Zum einen ist die Unkenntnis des späteren Anwenders zu berücksichtigen, zum anderen ist sicherzustellen, dass das Modell innerhalb der Grenzen verlässliche Ergebnisse liefert. Um Berechnungsmodelle bereits parallel zur Entwicklung zu testen, kann das Continuous Integration (CI) Konzept aus der Softwareentwicklung auf die Entwicklung numerischer Berechnungsmodelle übertragen werden. Hierzu hat das Institut für Maschinenwesen einen erweiterten Entwicklungsprozess vorgeschlagen und eine Softwareumgebung zusammengestellt, welche die Testausführung und -auswertung übernimmt. Teil der Softwareumgebung ist auch eine neu entwickelte Software, welche den Ingenieur bei der Testdefinition unterstützt und die Testausführung intelligent steuert. Das ist besonders durch die langen Berechnungszeiten numerischer Modelle eine wichtige Komponente, um Tests regelmäßig und zügig ausführen zu können. Der angepasste Entwicklungsprozess sowie die Softwareumgebung leisten somit einen Beitrag zur effizienten Entwicklung sicherer Berechnungswerkzeuge.

Blue Bearing Concept

Nach dem sich Druckkammlager in gleitgelagerten Getrieben bereits bewährt haben, sieht das vorgestellte "Blue Bearing Concept" den Einsatz von Druckkämmen auch in wälzgelagerten, schrägverzahnten Getrieben vor. Die direkte Axialkraftkompensation gestattet die radiale Führung der Getriebewellen durch leichtgängige Lagerbauarten, die sich typischerweise nicht für den Einsatz in schrägverzahnten Getrieben eignen. Am IMW durchgeführte Untersuchungen an einem Testgetriebe, welches sowohl mittels "Blue Bearing Concept" als auch mit einem klassischen Lagerungskonzept betrieben werden kann, zeigten, dass sich die am Gesamtsystem gemessenen Reibungsverluste durch das Blue Bearing Concept nennenswert senken lassen. Die gewählten Verzahnungsabmessungen und betrachteten Betriebszustände orientieren sich an Betriebsbedingungen, die in mobilen Getriebeanwendungen anzutreffen sind. Durch die geschickte Kombination von Druckkammlagerung und geeigneten Wälzlagern lässt sich die Getriebeeffizienz auch für derartige Getriebe steigern. Das Blue Bearing Concept eröffnet der Druckkammlagerung somit Perspektiven für neue Anwendungsfelder wie Windkraft oder Elektromobilität. Während unseres Messeauftritts präsentieren wir unseren Besuchern ein Stirnradgetriebe mit Druckkammlagerung, welches einen direkten Einblick in das "Blue Bearing"-Lagerungskonzept gestatten soll. Besuchen Sie uns auf der weltweit wichtigsten Industriemesse vom 13. bis 17. April in Halle Halle 2, Stand A08.

 

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